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Monatslosung September 2010
Ein Mensch, der da isst und trinkt
und hat guten Mut bei all seinem Mühen,
das ist eine Gabe Gottes
Prediger 3, 13
Für mich ist dieser Vers ein Vorbild für Dankbarkeit und Gottesfurcht!
Die gebende Hand Gottes in solch alltäglichen Dingen zu erkennen erfordert nämlich genau diese Eigenschaften. Seit Jahrtausenden wollen die Leute Zeichen und Wunder sehen, mächtige Taten Gottes - sei es Feuer vom Himmel wie beim Propheten Elija, ein geteiltes Meer beim Volk Israel, Totenauferweckungen von Jesus und so weiter. Wie viele Wunder haben wir selbst nicht schon erlebt in unserem Leben? Und dennoch hat sicher jeder schon mal gezweifelt und/oder genörgelt.
Für mich ist es eine nicht zu unterschätzende Dimension des Glaubens, die aktiviert wird, wenn wir beginnen, Gott in den "kleinen" Dingen zu erkennen und Ihm dafür zu danken. Denn dann wissen wir auch, dass Er sich um die "kleinen" Dinge in unserem Leben, kümmert, was ein Ausdruck Seiner Nähe und Fürsorge ist. Und wenn wir dann auch noch begreifen, dass all das eine Gabe Gottes ist, gibt es auch überhaupt keinen Platz für Stolz und Hochmut über das Erreichte.
Es ist eine Gabe Gottes, dass wir essen und trinken können. Das mag in einem Land wie Deutschland oft selbstverständlich klingen. Aber wie sieht es mit dem zweiten Teil des Verses aus? Wer von uns hat "guten Mut bei all seinem Mühen"? Ich bin davon überzeugt, dass es nicht auf die äußere Arbeit ankommt, die mir guten Mut beschert, die einem mehr oder auch nicht so sehr Spaß machen. Aber oftmals hängt unser guter Mut von einer grundlegenden Einstellung ab. Und diese Einstellung hängt unmittelbar davon ab, wie sehr wir Gott danken, fürchten und vertrauen.
Lasst uns einfach neu bewusst Gott danken, für Essen und Trinken, sowie für unsere Mühen. Als Buchtipp: "Allzeit in Gottes Gegenwart" von Bruder Laurentius, der ein einfacher Küchenbediensteter in einem französischen Kloster vor einigen hundert Jahren war.
Lennart Konschewitz
